
Bleirohre austauschen Preise 2026
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Der Austausch von Bleirohren kostet durchschnittlich 40 – 70 €/m². Hinzu kommen eventuell 2.000-4.000 Euro für die Hausanschlussleitung. Städte bezuschussen die Sanierung mit 1.000-2.000 Euro.
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Inhaltsverzeichnis
- Bleirohre austauschen: Kostenübersicht
- Auf einen Blick
- Kostenübersicht nach Objektgröße
- Kostenfaktoren im Detail
- Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
- Ablauf der Sanierungsmaßnahme
- Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
- Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
- Praktische Handlungsempfehlungen
- Langfristige Perspektive
- Fazit und nächste Schritte
Inhaltsverzeichnis
- Bleirohre austauschen: Kostenübersicht
- Auf einen Blick
- Kostenübersicht nach Objektgröße
- Kostenfaktoren im Detail
- Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
- Ablauf der Sanierungsmaßnahme
- Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
- Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
- Praktische Handlungsempfehlungen
- Langfristige Perspektive
- Fazit und nächste Schritte
Bleirohre austauschen: Kostenübersicht
Bleileitungen in der Trinkwasserinstallation stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.
Die novellierte Trinkwasserverordnung schreibt vor: Leitungen, die Blei enthalten oder mit Blei in Kontakt kommen, dürfen ab 12. Januar 2026 nicht mehr betrieben werden. Sie müssen bis dahin entfernt oder stillgelegt werden.
Doch welche Kosten kommen auf Eigentümer und Vermieter zu?
Auf einen Blick
| Kategorie | Preisbereich |
|---|---|
| Rohrtausch (Bleirohre) | ca. 40 – 70 €/m² |
| Kompletttausch | ca. 1.500 – 8.000 € |
| Fliesenarbeiten | ca. 50 – 80 €/m² |
| Wasserprobe / Analyse | ca. 30 – 50 € |
Kostenübersicht nach Objektgröße
Die Investition für den Austausch von Bleileitungen variiert erheblich und hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Durchschnittliche Wohnung (70-80 qm):
- Standardfall: 2.000 bis 5.000 Euro
- Bei kleineren Wohnungen: ab 1.500 Euro
- Bei komplexen Gegebenheiten: bis 6.000 Euro
Einfamilienhaus:
- Typischer Kostenrahmen: 3.000 bis 8.000 Euro
- Abhängig von Hausgröße und Leitungslänge
Mehrfamilienhaus (pro Wohneinheit):
- Durch Mengeneffekte häufig günstiger: 1.500 bis 3.500 Euro pro Einheit
Kostenfaktoren im Detail
Leitungslänge und Durchmesser: Die zu ersetzende Rohrlänge ist der wesentlichste Kostenfaktor. Pro laufendem Meter können Sie mit 50 bis 150 Euro rechnen, abhängig vom Material und der Installationssituation.
Verlegesituation: Aufputzinstallationen sind deutlich kostengünstiger als Unterputzleitungen. Bei letzteren entstehen zusätzliche Kosten durch:
- Stemm- und Fräsarbeiten
- Verfüllung und Verputzung
- Eventuelle Fliesenarbeiten
- Malerarbeiten zur Wiederherstellung
Gebäudesubstanz: Altbauten mit massiven Wänden, verwinkelten Leitungsführungen oder schwer zugänglichen Installationsschächten erhöhen den Arbeitsaufwand signifikant.
Regionale Preisunterschiede: Handwerkerstundensätze variieren zwischen 40 Euro (ländliche Regionen) und 80 Euro (Großstädte) pro Stunde. In Ballungszentren wie München, Hamburg oder Frankfurt liegen die Gesamtkosten durchschnittlich 20-30% höher als in strukturschwächeren Gebieten.
Hausanschlussleitung: Befinden sich Bleirohre auch im Bereich zwischen Straßengrenze und Gebäude, entstehen zusätzliche Kosten von 2.000 bis 4.000 Euro. Hierbei sind Erdarbeiten, eventuell Straßenaufbrüche und die Koordination mit dem Wasserversorger erforderlich.
Materialwahl:
- Kupferrohre: höhere Materialkosten, aber langlebig und bewährt
- Kunststoffrohre (PE-X, PP): günstiger in der Anschaffung, moderne Alternative
- Edelstahl: Premium-Segment, in Sonderfällen sinnvoll
| Material | Kosten pro Meter |
|---|---|
| Kunststoffrohr | ca. 3,50 €/m |
| Kupferrohr | ca. 6 €/m |
| Edelstahlrohr | ca. 9 €/m |
Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
Kommunale Förderprogramme: Zahlreiche Städte und Gemeinden haben erkannt, dass der Bleirohr-Austausch im öffentlichen Interesse liegt. Informieren Sie sich bei Ihrer Stadtverwaltung über:
- Direkte Zuschüsse (häufig 1.000 bis 2.000 Euro)
- Vergünstigte Anschlussgebühren
- Ratenzahlungsmodelle
Wasserversorger: Einige Stadtwerke und Wasserversorger beteiligen sich finanziell am Austausch, da sie dadurch ihre Aufbereitungskosten senken und rechtliche Risiken minimieren können.
KfW-Programme: Im Rahmen umfassenderer Sanierungsmaßnahmen können KfW-Förderkredite (z.B. Programm 261/262) mit günstigen Zinssätzen und Tilgungszuschüssen in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist die Integration in ein Gesamtsanierungskonzept.
Steuerliche Absetzbarkeit: Als Erhaltungsaufwand können die Kosten über mehrere Jahre steuerlich geltend gemacht werden. Bei vermieteten Objekten ist dies vollständig möglich, bei selbstgenutztem Wohneigentum im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen (20% der Arbeitskosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr).
Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor Auftragsvergabe gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden üblicherweise nicht bewilligt.
Ablauf der Sanierungsmaßnahme
1. Bestandsaufnahme und Planung:
- Untersuchung der vorhandenen Leitungen durch Fachbetrieb
- Erstellung eines Sanierungskonzepts
- Einholung mehrerer vergleichbarer Angebote
2. Vorbereitung:
- Beantragung eventueller Fördermittel
- Koordination mit Wasserversorger bezüglich Absperrung
- Information der Hausbewohner
- Klärung von Zugangsrechten bei Mehrfamilienhäusern
3. Durchführung:
- Wasserabsperrung (in der Regel 1-2 Tage)
- Demontage der Altleitungen
- Installation der neuen Rohrleitungen
- Druckprüfung und Spülung des Systems
- Wiederinbetriebnahme mit Funktionsprüfung
4. Abschlussarbeiten:
- Verschließen von Schlitzen und Durchbrüchen
- Verputz- und Malerarbeiten
- Wiederherstellung von Fliesen falls erforderlich
- Dokumentation der durchgeführten Arbeiten
Zeitaufwand: Für eine durchschnittliche Wohnung sollten Sie mit 1-3 Arbeitstagen rechnen. Bei Einfamilienhäusern kann die Maßnahme 3-5 Tage in Anspruch nehmen.
Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
Die Trinkwasserverordnung schreibt seit Dezember 2013 einen Grenzwert von maximal 10 Mikrogramm Blei pro Liter vor. Bleileitungen können diesen Wert nicht dauerhaft einhalten.
Für Vermieter gilt: Sie sind zur Bereitstellung gesundheitlich unbedenklichen Trinkwassers verpflichtet. Bei Nichteinhaltung drohen:
- Bußgelder bis zu 25.000 Euro
- Mietminderungsansprüche
- Schadensersatzforderungen bei Gesundheitsschäden
- Strafrechtliche Konsequenzen in Extremfällen
Für Eigentümer: Auch wenn keine rechtliche Austauschpflicht für selbstgenutztes Eigentum besteht, ist der Austausch aus gesundheitlichen Gründen dringend empfohlen, insbesondere wenn:
- Kinder oder Schwangere im Haushalt leben
- Das Wasser zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet wird
- Regelmäßiger Konsum von Leitungswasser erfolgt
Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
Wasserfilter: Tischfiltersysteme oder Filterkartuschen können Blei teilweise reduzieren, beseitigen jedoch nicht die Ursache. Die laufenden Kosten (50-150 Euro jährlich für Filterwechsel) summieren sich über die Jahre und können den Austausch nicht ersetzen.
Wasser ablaufen lassen: Das morgendliche Ablaufen von Wasser (sogenanntes Stagnationswasser) reduziert die Bleikonzentration temporär, ist jedoch keine dauerhafte Lösung und verschwendet wertvolle Ressourcen.
Sanierung einzelner Abschnitte: In manchen Fällen kann eine Teilsanierung ausreichend sein, etwa wenn Blei nur in einzelnen Steigleitungen vorhanden ist. Eine fachliche Beurteilung ist hier unerlässlich.
Praktische Handlungsempfehlungen
Angebotsvergleich optimieren: Fordern Sie detaillierte, vergleichbare Angebote an, die folgende Positionen einzeln ausweisen:
- Materialkosten nach Art und Menge
- Arbeitszeit mit Stundensatz
- Nebenkosten (Entsorgung, Anfahrt etc.)
- Kosten für Wiederherstellungsarbeiten
Tipp: Nachbarschaftliche Kooperation. In Mehrfamilienhäusern oder bei Reihenhausbebauung können Sammelaufträge die Kosten pro Einheit um 15-25% reduzieren.
Optimaler Zeitpunkt:
- Vermeiden Sie die Hauptsaison (Frühling/Herbst), um bessere Konditionen zu erzielen
- Im Sommer trocknen Putz und Farbe schneller
- Kombinieren Sie die Maßnahme mit ohnehin geplanten Renovierungsarbeiten
Dokumentation: Lassen Sie sich den vollständigen Austausch schriftlich bestätigen und dokumentieren. Dies ist wichtig für:
- Immobilienverkauf (Wertsteigerung)
- Vermietung (Nachweis gegenüber Mietern)
- Eventuelle spätere Gewährleistungsansprüche
Langfristige Perspektive
Die Investition in den Austausch von Bleirohren amortisiert sich durch:
- Gesundheitsschutz mit unbezahlbarem Wert
- Wertsteigerung der Immobilie
- Vermeidung rechtlicher Risiken
- Wegfall laufender Kosten für Interimsmaßnahmen
- Erhöhung der Gebäudesubstanzqualität
Moderne Leitungssysteme haben eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren, häufig deutlich länger. Die Problematik ist damit für Generationen gelöst.
Fazit und nächste Schritte
Der Austausch von Bleirohren ist eine notwendige Investition in die Gesundheit und den Werterhalt Ihrer Immobilie. Mit durchschnittlichen Kosten von 3.000 bis 5.000 Euro für eine Wohnung bewegt sich der finanzielle Aufwand in einem überschaubaren Rahmen, zumal Fördermöglichkeiten die Belastung reduzieren können.
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