
Kniestock erhöhen Preise 2026
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Der Ausbau des Dachgeschosses durch Kniestock-Erhöhung kostet durchschnittlich 400-800 €/qm Wohnfläche. Für ein typisches Dachgeschoss (60 qm) zahlen Sie 25.000-50.000 Euro. Statiker verlangen 1.500-3.000 Euro, Baugenehmigungen kosten 300-800 Euro. Die KfW fördert energetische Maßnahmen mit bis zu 20% Zuschuss. Handwerkerstunden liegen bei 50-80 Euro.
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Inhaltsverzeichnis
- Kniestock erhöhen: Kosten auf einen Blick
- Kostenübersicht nach Projektumfang
- Kostenfaktoren im Detail
- Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
- Ablauf der Baumaßnahme
- Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
- Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
- Praktische Handlungsempfehlungen
- Langfristige Perspektive
- Fazit
Inhaltsverzeichnis
- Kniestock erhöhen: Kosten auf einen Blick
- Kostenübersicht nach Projektumfang
- Kostenfaktoren im Detail
- Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
- Ablauf der Baumaßnahme
- Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
- Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
- Praktische Handlungsempfehlungen
- Langfristige Perspektive
- Fazit
Mehr Wohnraum unterm Dach – das versprechen sich viele Hausbesitzer von einer Kniestock-Erhöhung. Durch das Anheben der Außenwände im Dachgeschoss lässt sich die nutzbare Wohnfläche deutlich vergrößern und die Stehhöhe verbessern. Doch welche Kosten kommen auf Eigentümer zu?
Kniestock erhöhen: Kosten auf einen Blick
| Kategorie | Preisbereich |
|---|---|
| Kniestock-Erhöhung komplett | ca. 400 – 800 €/m² |
| Statische Berechnung | ca. 1.500 – 3.000 € |
| Baugenehmigung | ca. 300 – 800 € |
| Dachstuhl anpassen | ca. 100 – 200 €/m² |
| Dämmung und Innenausbau | ca. 150 – 300 €/m² |
Kostenübersicht nach Projektumfang
Kleine Dachgeschosswohnung (40-50 qm):
- Standardfall: 18.000 bis 35.000 Euro
- Bei einfacher Dachkonstruktion: ab 15.000 Euro
- Bei komplexer Statik und Bausubstanz: bis 40.000 Euro
Mittleres Dachgeschoss (60-80 qm):
- Typischer Kostenrahmen: 25.000 bis 50.000 Euro
- Abhängig von Erhöhung (40-80 cm) und Dachform
Großes Dachgeschoss Einfamilienhaus (100-120 qm):
- Umfassende Maßnahme: 45.000 bis 80.000 Euro
- Bei Vollausbau mit Gauben: bis 100.000 Euro
Doppelhaus oder Reihenhaus (pro Einheit 50-70 qm):
- Durch koordinierte Planung: 20.000 bis 45.000 Euro pro Einheit
- Nachbarschaftliche Abstimmung erforderlich
Kostenfaktoren im Detail
Höhe der Kniestock-Erhöhung: Die gewünschte Erhöhung ist der zentrale Kostenfaktor. Üblich sind 40 bis 100 cm Aufstockung.
Pro Zentimeter Erhöhung können Sie mit 40-80 Euro pro laufendem Meter Außenwand rechnen.
Eine Erhöhung um 60 cm bei 30 Metern Außenwandlänge kostet somit 7.200 bis 14.400 Euro allein für die Mauerwerksarbeiten.
Dachform und Konstruktion: Die bestehende Dachform beeinflusst den Aufwand erheblich.
- Satteldach: Vergleichsweise einfach, günstiger Kostenrahmen
- Walmdach: Komplexere Geometrie, 15-25% Mehrkosten
- Mansarddach: Aufwendige Anpassung, bis 30% teurer
- Flachdach-Elemente: Zusätzliche statische Herausforderungen
Statik und Baugenehmigung: Eine statische Berechnung durch einen Tragwerksplaner ist zwingend erforderlich (1.500-3.000 Euro).
Die Baugenehmigung kostet je nach Bundesland und Kommune 300-800 Euro.
In manchen Fällen ist auch ein Bodengutachten nötig (800-1.500 Euro), wenn die zusätzliche Last Auswirkungen auf das Fundament hat.
Bausubstanz und Zustand: Der Zustand des bestehenden Dachstuhls entscheidet über Zusatzkosten:
- Intakter Dachstuhl: Anpassung möglich, moderate Kosten
- Teilweise maroder Dachstuhl: Verstärkungen nötig (+ 3.000-8.000 Euro)
- Komplettsanierung erforderlich: + 15.000-30.000 Euro
- Asbest-Altlasten: Entsorgung + 5.000-15.000 Euro
Regionale Preisunterschiede: Die Handwerkerkosten variieren erheblich:
- Ländliche Regionen: Unterer Preisbereich (45-60 €/h)
- Mittelstädte: Mittlerer Bereich (55-70 €/h)
- Großstädte und Ballungsräume: Oberer Bereich (65-85 €/h)
- Süddeutschland: Generell 10-20% höhere Preise
Material und Dämmstandard: Die Wahl der Materialien beeinflusst Kosten und Energieeffizienz:
| Material/Ausstattung | Kosten pro m² |
|---|---|
| Standard-Mauerwerk (Porenbeton) | ca. 80-120 €/m² |
| Hochdämmender Mauerstein | ca. 120-180 €/m² |
| Standard-Dämmung (16 cm) | ca. 60-90 €/m² |
| Premium-Dämmung (24 cm) | ca. 100-150 €/m² |
| Dampfsperre und Installationsebene | ca. 40-70 €/m² |
Zusätzliche erforderliche Arbeiten: Oft kommen weitere Gewerke hinzu:
- Dacheindeckung erneuern: 80-150 €/m² Dachfläche
- Dachfenster versetzen: 500-1.200 € pro Fenster
- Gauben anpassen: 8.000-18.000 € pro Gaube
- Schornstein verlängern: 1.500-3.500 €
- Blitzschutz anpassen: 800-2.000 €
- Innenausbau (Trockenbau, Elektro, Heizung): 200-400 €/m²
Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützung
KfW-Förderprogramme: Das wichtigste Förderprogramm für Kniestock-Erhöhungen mit energetischer Sanierung:
- KfW 261 (Wohngebäude-Kredit): Bis zu 150.000 Euro Kreditvolumen mit Tilgungszuschuss
- Fördersatz: 5-20% je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard
- KfW 461 (Zuschussvariante): Direktzuschuss von 5-20%, maximal 30.000 Euro
- Voraussetzung: Energieberater einbinden, bestimmte U-Werte einhalten
BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen: Bei ausschließlich energetischer Sanierung:
- Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): 15% der förderfähigen Kosten
- Bei Einbindung in individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP): zusätzlich 5% Bonus
- Maximal 60.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit
- Gilt für Dämmung der aufgestockten Bereiche
Steuerliche Absetzbarkeit: Energetische Sanierungsmaßnahmen können steuerlich geltend gemacht werden:
- 20% der Aufwendungen über drei Jahre verteilt absetzbar
- Maximal 40.000 Euro über die gesamte Laufzeit
- Gilt für selbstgenutzte Wohngebäude, die älter als 10 Jahre sind
- Alternative zur KfW-Förderung (nicht kombinierbar)
Kommunale Förderprogramme: Einige Städte und Gemeinden fördern Dachausbauten zur Wohnraumschaffung:
- Wohnraumförderung: 5.000-15.000 Euro Zuschuss
- Besonders in Städten mit Wohnungsmangel
- Oft an Bedingungen geknüpft (Vermietung, Einkommensgrenzen)
- Informationen beim örtlichen Bauamt oder Wohnungsamt
Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor Auftragsvergabe gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden üblicherweise nicht bewilligt. Planen Sie 4-8 Wochen Bearbeitungszeit ein.
Ablauf der Baumaßnahme
1. Planung und Genehmigung:
- Statische Berechnung durch Tragwerksplaner erstellen lassen
- Architekt oder Bauingenieur für Planungsunterlagen beauftragen
- Baugenehmigung bei der zuständigen Baubehörde beantragen
- Energieberater einbinden (bei KfW-Förderung verpflichtend)
- Nachbarn informieren und ggf. Zustimmung einholen
2. Vorbereitung der Baustelle:
- Dachgeschoss vollständig räumen und schützen
- Gerüst aufbauen (Kosten: 15-25 €/m² Gerüstfläche)
- Dacheindeckung abdecken und Material sichern
- Provisorische Wetterschutzmaßnahmen treffen
- Container für Bauschutt bereitstellen
3. Durchführung der Kniestock-Erhöhung:
- Bestehenden Kniestock teilweise abtragen
- Neues Mauerwerk aufmauern (Höhe je nach Planung)
- Ringbalken oder Kränze für Dachlast einbauen
- Dachstuhl anheben und anpassen (kritische Phase!)
- Neue Dachkonstruktionselemente montieren
- Dämmung zwischen und unter den Sparren einbringen
- Dampfsperre luftdicht installieren
4. Abschlussarbeiten:
- Dacheindeckung erneuern oder wiederverwenden
- Dachfenster einbauen oder versetzen
- Fassade verputzen oder verkleiden
- Innenausbau (Trockenbau, Elektrik, Heizung)
- Gerüst abbauen
- Abnahme durch Bauaufsicht
Zeitaufwand: Für ein mittleres Dachgeschoss (60-80 qm) sollten Sie mit 4-8 Wochen Bauzeit rechnen. Bei größeren Projekten oder ungünstiger Witterung kann die Maßnahme 10-14 Wochen in Anspruch nehmen. Die Planungs- und Genehmigungsphase dauert zusätzlich 2-4 Monate.
Rechtliche Verpflichtungen und Konsequenzen
Baugenehmigungspflicht nach Landesbauordnung: Eine Kniestock-Erhöhung ist in allen Bundesländern baugenehmigungspflichtig, da sie die äußere Gestalt des Gebäudes verändert und statische Auswirkungen hat. Die Landesbauordnungen definieren:
- Mindestabstände zur Grundstücksgrenze müssen eingehalten werden (meist 2,5-3 Meter)
- Maximale Gebäudehöhe laut Bebauungsplan darf nicht überschritten werden
- Brandschutzanforderungen verschärfen sich bei Erhöhung
- Statischer Nachweis der Tragfähigkeit ist zwingend
Für Eigentümer gilt:
- Bauen ohne Genehmigung: Bußgeld bis 50.000 Euro, in Extremfällen bis 500.000 Euro
- Rückbauverpflichtung: Behörde kann Rückbau auf eigene Kosten anordnen
- Versicherungsschutz gefährdet: Gebäudeversicherung kann Leistung verweigern
- Wiederverkaufswert gemindert: Schwarzbau mindert Verkehrswert erheblich
Besondere Situationen:
- In Denkmalschutzbereichen: Zusätzliche Genehmigung der Denkmalbehörde erforderlich
- Bei Eigentumswohnungen: Zustimmung aller Eigentümer in Eigentümerversammlung nötig
- Grenzständige Gebäude: Nachbarzustimmung erforderlich, wenn Abstand unterschritten wird
Alternative Maßnahmen und ihre Grenzen
Gauben einbauen: Dachgauben schaffen ebenfalls mehr Stehhöhe und Raum, ohne die komplette Außenwand zu erhöhen. Kosten: 8.000-18.000 Euro pro Gaube.
Der Raumgewinn ist jedoch deutlich begrenzter als bei einer Kniestock-Erhöhung. Nur für punktuelle Verbesserungen geeignet, nicht für durchgängige Raumhöhe.
Dachneigung ändern: Theoretisch kann ein flacheres Dach mehr Stehhöhe schaffen.
Dies erfordert jedoch einen kompletten Dachstuhl-Umbau (40.000-80.000 Euro) und ist nur bei bestimmten Ausgangssituationen genehmigungsfähig.
Oft scheitert dies an Bebauungsplan-Vorgaben zur Dachform.
Innenausbau optimieren: Durch geschickte Raumaufteilung, Einbaumöbel und niedrigere Fußbodenaufbauten lässt sich der vorhandene Raum besser nutzen. Kosten: 5.000-15.000 Euro.
Diese Maßnahme behebt jedoch nicht das grundsätzliche Problem der geringen Stehhöhe und schafft keinen zusätzlichen Wohnraum.
Praktische Handlungsempfehlungen
Mehrere Angebote einholen und vergleichen: Holen Sie mindestens drei Angebote von erfahrenen Fachbetrieben ein. Achten Sie darauf, dass folgende Positionen detailliert aufgeführt sind:
- Komplette Aufstellung aller Gewerke (Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Trockenbauer)
- Material-Spezifikationen (Dämmstärke, U-Werte, Steinqualität)
- Zeitplan mit Meilensteinen
- Leistungen für statische Berechnung und Bauantrag
- Gewährleistungsumfang und Versicherungsnachweise
Energetische Anforderungen nutzen: Wenn Sie ohnehin eine Kniestock-Erhöhung planen, nutzen Sie die Gelegenheit für eine hochwertige Dämmung:
- Investieren Sie in überdurchschnittliche Dämmstärken (20-24 cm)
- Erreichen Sie KfW-Effizienzhaus-Standard für höhere Förderung
- Langfristige Energiekosteneinsparung amortisiert Mehrkosten
- Wertsteigerung der Immobilie durch besseren Energieausweis
Optimaler Zeitpunkt der Baumaßnahme: Die Wahl des richtigen Zeitpunkts spart Kosten und Ärger:
- Frühjahr/Sommer bevorzugen: Trockene Witterung, weniger Verzögerungen
- Wintermonate meiden: Frostgefahr, schlechte Arbeitsbedingungen, Mehrkosten
- Kapazitäten nutzen: Im Herbst oft günstigere Preise durch weniger Auslastung
- Lange Vorlaufzeit einplanen: Gute Handwerker sind 6-12 Monate im Voraus ausgebucht
Dokumentation für Behörden und Förderung: Eine sorgfältige Dokumentation ist unverzichtbar:
- Alle Rechnungen sammeln (für Fördermittel und Steuer)
- Fotos vom Baufortschritt machen (Beweissicherung)
- Abnahmeprotokolle schriftlich festhalten
- Energieberater-Bescheinigungen aufbewahren
- Garantieunterlagen und Leistungsnachweise archivieren
Langfristige Perspektive
Die Investition in eine Kniestock-Erhöhung amortisiert sich durch:
- Deutliche Wertsteigerung der Immobilie: 15-25% Mehrwert durch zusätzliche Wohnfläche
- Langfristige Energiekosteneinsparung: 30-50% weniger Heizkosten im Dachgeschoss
- Verbesserter Wohnkomfort: Nutzbare Fläche steigt um 20-40%
- Vermietungspotenzial: Höhere Mieteinnahmen oder eigenständige Wohneinheit
- Altersgerechtes Wohnen: Bessere Raumnutzung für barrierefreien Ausbau
- Zukunftssicherheit: Erfüllung aktueller energetischer Standards
Die baulichen Maßnahmen haben eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren, die Dämmung hält 40-60 Jahre. Die Problematik begrenzter Raumhöhe ist damit dauerhaft gelöst, und Sie schaffen Wohnraum für nachfolgende Generationen.
Fazit
Eine Kniestock-Erhöhung ist eine substanzielle Investition, die jedoch dauerhaft mehr Wohnraum und deutlich besseren Wohnkomfort schafft. Mit Kosten von 25.000 bis 50.000 Euro für ein typisches Dachgeschoss müssen Sie rechnen. Durch KfW-Förderung lassen sich 5-20% der Kosten einsparen, wenn Sie energetische Standards erfüllen.
Die Investition zahlt sich durch erhebliche Wertsteigerung, zusätzlichen Wohnraum und verbesserte Energieeffizienz langfristig aus. Eine professionelle Planung und hochwertige Ausführung sind dabei entscheidend für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
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